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 Albert Bauer

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Albert Bauer - ein Seemann aus Österreich

 
Mindestens zweimal rund um den Erdball

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der maritimen gelben Buchreihe "Seemannsschicksale" abgedruckt

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 Albert Bauer wurde am 26.8.1948 in Hallein bei Salzburg in Österreich geboren. Von 1954 bis 58 besuchte er die Volks- und bis 1962 die Hauptschule, anschließend ein Jahr lang einen polytechnischen Lehrgang mit handwerklicher Schulung. 1963 bis 1966 absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung im Textilhandel. Eine zweite Lehre als Maschinenschlosser mußte er nach acht Monaten abbrechen, weil er seine Wehrpflicht von neun Monaten beim Bundesheer zu leisten hatte: Nach sechs Wochen Grundausbildung kam er zu einer Funker-Ausbildung.

Freunde waren in der Seefahrt tätig und brachten ihn auf die Idee, sich nach der Soldatenzeit um einen Job in der Fischerei in Cuxhaven zu bewerben. Über das deutsche Konsulat beschaffte er sich die erforderlichen Papiere und fing im Januar 1968 auf dem Seitenfänger „Hagen“ als Allroundmann für Maschine und Deck an. Nach einer 24tägigen Frischfisch-Reise mußte er wegen eines Unfalls von Bord, nachdem ihm ein Kollege mit einer Forke beim Schaufeln der Fische in den Fuß gestochen hatte. Da er die Welt sehen wollte, bemühte er sich um ein anderes Schiff, das er bei der Union-Reederei fand: Fünf Monate fuhr er auf der „NORDENHAMM, einem Bananenjäger, der die Früchte aus Kolumbien, Honduras und Ecuador nach Bremerhaven holte. Bei der selben Reederei folgte die „BREMERHAVEN “, auf der er sechs Monate als Motorenwärter ebenfalls Bananen aus Mittel- / Südamerika transportierte.

Von 1969 bis 1974 arbeitete Albert beim Norddeutschen Lloyd in Bremen. Mit 48 Mann Besatzung fuhr er auf MS „BUCHENSTEIN" und später auf der „Burgenstein“ im Sommer nach Canada - Große Seen. Er unternahm bei Hafenliegezeiten Ausflüge, u.a. zu den Niagarafällen zwischen Ontario- und Eriesee. „In Chicago wurden wir öfter von dort lebenden Deutschen eingeladen.“ Im Winter, wenn die Großen Seen unpassierbar waren, ging die Reise durch den Panamakanal zur Westküste Südamerikas und durch die Magellanstraße zurück in den Atlantik und nach Europa. Auf der „BIRKENSTEIN“ fuhr er nach Zentral- und Südamerika. In Guatemala unternahm man Landausflüge und besichtigte auf Haziendas die einheimische Rinderzucht. In Kolumbien organisierten die Schiffsoffiziere Tages-Ausflugsfahrten mit dem eigenen Rettungsboot durch die Flüsse ins Landesinnere. „Die Affen- und Vogelwelt aus der Nähe zu beobachten, war schon sehr eindrucksvoll! Aber mit gemischten Gefühlen erinnere ich mich an die Fahrten, wenn ich daran denke, dass wir hin und wieder in unseren Stiefelhosen über Bord in das von Alligatoren wimmelnde Wasser mussten, um das Boot von einer Schlickbank zu befreien oder im engen Fluss zu wenden.“

Mit der „FRIESENSTIEN“ ging es mit Stückgut, Schwergut und Containern auf Ostasienfahrt: „Das waren wunderbare Reisen. Das Essen war immer gut. Ich erlebte viel. Der Suezkanal war damals gesperrt. Das Schiff nahm die Route um das Kap der Guten Hoffnung. In Singapur wurde gebunkert. Wir liefen Bangkok in Thailand an und Penang in Malaysia, wo die Agentur wunderschöne Ausflüge mit einem Bus für uns organisierte: In Dörfern im Landesinneren besichtigten wir Korkschnitzereien. Beim Kolbenziehen arbeiteten wir pausenlos durch, um dann Zeit zu haben, an den Ausflügen teilzunehmen. Es wurden Deckpartys veranstaltet. Über Taiwan ging die Fahrt nach Japan: Osaka, Nagoya, Okinawa, Jokohama und weiter nach Pusan in Südkorea und zu den Philippinen nach Bugu auf Mindanao.“

Nach der Fusion des bremischen Norddeutschen Lloyd mit der Hapag in Hamburg fuhr Albert 1972/73 noch auf der „Mosel-Express“. Auf der Reise nahm er an einer Mehrzweck-Einsatz-Ausbildung teil. Von August 1974 bis Februar 1975 arbeitete er als Motorenwärter auf MS „CONDOR“ der Reederei Bastian. Das Schiff fuhr unter österreichischer Flagge in Bareboot-Charter Holz von Archangelsk nach Bremen. „Meistens schifften wir vor Norwegen ab Bodö mit einem Lotsen durch die Küstenfjorde zwischen den vorgelagerten Inseln hindurch. In der herrlichen Berglandschaft war das selbst für mich als Österreicher ein besonderes Erlebnis. So oft ich konnte, kam ich aus der Maschine an Deck hoch, um das Naturschauspiel zu bewundern. In Archangelsk hatten wir meistens eine Woche Liegezeit. Die Russen luden uns in den Seeleute-Interclub ein, organisierten Tagesfahrten, Zirkus- und Museumsbesuche. Aber bis 24 Uhr mussten wir an Bord zurück sein.“ Das Schiff unternahm dann im Winter noch eine Reise von Stavanger nach Philadelphia und weiter nach Canada mit Kohle und Edelerz . In Moncton im Gebiet von New Brunswick erlitt Albert einen schweren Unfall: Bei einem Maschinenalarm war er zu schnell über das total vereiste Deck gelaufen und gestürzt. Er war nach einem Fall bewusstlos und blutete aus dem Ohr. Wegen Verdachts auf einen Schädelbasisbruch wurde ein Helikopter gerufen, der Albert ins Hospital schaffte. Die Schädelbasisfraktur bestätigte sich Gott sei Dank nicht, aber wegen eines doppelten Kieferbruchs musste er neun Tage im Krankenhaus bleiben und wurde anschließend von einem Hotel aus fünf Wochen lang ambulant weiterbehandelt. Das Schiff war inzwischen ohne ihn ausgelaufen. Ein im Ort lebender österreichischer Tierarzt besuchte ihn, brachte ihm Lektüre und führte ihn später in den deutschen Club ein. Nach sechs Wochen konnte er nach Deutschland zurückfliegen.

Auf der „PINGUIN“, einem 999-BRT-Schiff, fuhr er 1975 fünf Monate lang für Reederei Bastian in der Levante zwischen Haifa, Barcelona und Valencia. Dann wurde das Schiff ausgeflaggt. Anschließend heuerte er bei Reederei Zeppenfeld, Bremen auf MS „CLAUDIA MARIA“ an. Er musste zum Einsteigen nach Singapur fliegen, das er zwar von seiner Zeit beim Norddeutschen Lloyd her kannte, aber gerne noch einmal durchstreifte, etwa bei Ausflügen mit der Zahnradbahn, während er eine Woche auf das zum Bunkern nach Singapur kommende Schiff warten musste. Das erste Ziel der Reise mit Stückgut war ein kleiner Hafen namens Electra auf Tasmanien südlich von Australien. Man hatte drei Tage Liegezeit. Der nächste Ort war Hobart und lag 30 km entfernt. Dort war ein interessanter Fischereihafen zu besichtigen mit vielen Booten der Einheimischen. In Bunbury in Australien wurden anschließend Eisenbahnschwellen für Akaba in Jordanien geladen. Während der einwöchigen Ladezeit wurden mehrere Bordpartys gefeiert, zu denen Schülerinnen einer Schwesternschule kamen. Auf der Überfahrt nach Jordanien herrschte öfters Schlechtwetter. In Akaba löschte man zwei Wochen lang auf Reede bordseitig in Barkassen. Die Besatzung badete gerne im Golf von Akaba. Dann ging es leer nach Durban in Südafrika. Dort wurde zehn Tage lang Edelkohle geladen. „Wegen des Staubs mussten die Kammertüren verklebt werden und der Kapitän gab uns daher viel Landgang. Wir badeten an der Beach oder besuchten das Deutsche Seemannsheim. Dort wurden Spielabende veranstaltet oder man zeigte uns deutsche Filme. Wir konnten im Seemannsheim gemütlich beim Bier sitzen oder auch gut essen. Auch wurden schöne Souvenirs zum Kauf angeboten. In Geelong in Australien löschten wir die Kohle. Dabei mussten wir Kolben ziehen. Der nächste Hafen war Sydney. Dann folgte Newcastle. Dort war gerade ein unter deutschem Management fahrendes Schiff der Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg von der ITF an die Kette gelegt worden und die Gewerkschaftsvertreter kamen auch zu uns, um die bei uns fahrenden Philippinos, die schon seit 12 bis 18 Monaten an Bord waren, nach den Heuerbedingungen zu befragen. Die bekamen damals 280 $, während ich als Europäer 2.650,- DM brutto incl. Überstundenpauschale verdiente. Der Kapitän musste eine Heuernachbesserung zusagen, so dass wir wieder auslaufen konnten. In Hoffnung auf eine größere Nachzahlung hatten unsere Philippinos die günstigen Einkaufsbedingungen in Australien reichlich genutzt und waren zutiefst entsetzt, als sie später in Singapur mit ihren verbliebenen 100 oder 200 $ unter Einsatz der Polizei von Bord geschickt wurden. Auf der Reise nach Singapur sickerte bereits durch, dass das Schiff dort verkauft werden würde. Auch ich musste abmustern und flog zwei Tage später zurück nach Hamburg.“ Es folgten einige Wochen Urlaub in Österreich.

Wieder bei Zeppenfeld fuhr Albert dann ein Jahr lang auf dem 999-BRT-Containerschiff „ROSWITHA“. Dieses Schiff war in Korneuburg in Oberösterreich auf einer Donauwerft gebaut worden. Die Aufbauten hatte man in der Luke bis Rumänien die Donau abwärts unter den Brücken hindurch befördert. Dort waren sie montiert worden. „So fuhr ich also auf einem in meinem Heimatland gebauten Schiff.“ Die erste Reise ging von Lissabon zum Mittelmeer und über Triest, Bari / Italien, Piräus / Griechenland, Iskenderum / Türkei sowie durch den Bosporus nach Rumänien, wo der Rest gelöscht wurde. Leer fuhr man dann nach Piräus zurück und danach durch den Korinth-Kanal wieder nach Triest: „Die Fahrt durch den Kanal war ein besonderes Erlebnis!“ Anschließend ging es zurück über Lissabon und Antwerpen nach Rotterdam. Dann fuhr das Schiff sechs Monate in Charter für Mannesmann Pipes nach Leith bei Edinburgh in Schottland. Anschließend holte man aus Leningrad und Hamina, Kotka und Mäntyluoto in Finnland („wo wir auch das deutsche Seemannsheim besuchten“) Holz für Rotterdam. Dann gab es noch eine Fahrt ins Mittelmeer.

Es folgte eine Reise von gut vier Monaten auf MS „ADOLF VINNEN“, einem Stückgut-Frachter der Reederei Vinnen & Co. nach Westafrika: Abidjan/ Elfenbeinküste, Douala / Kamerun, Libreville / Gaboun, Lom‚ / Togo. In den letztgenannten Häfen besuchte er auch die schönen deutschen Seemannsheime. Nach dieser Reise wurde das Schiff verschrottet.

Er stieg auf dem ausgeflaggten 400.000-tdw-Tanker „BREMEN“ der Cosmos-Reederei, einer Hapag-Lloyd-Tochter, ein. Das Schiff hatte eine gemischte Crew aus Spaniern, Türken, zwei chinesischen Wäschern, Deutschen und Albert als Österreicher. Er machte zwei Reisen von je vier Monaten mit. Von Rotterdam ging die Fahrt wegen der Größe des Schiffes um das Kap herum in den Persischen Golf nach Dubai. In 36 Stunden war das Schiff auf Außenreede vollgetankt. Auf der Rückreise wurde in England geleichtert. Dann ging es nach Le Havre. Später wurde das Schiff als schwimmendes Tanklager in die Karibik verchartert und Albert musterte ab.

1980 fuhr er als Urlaubsvertretung acht Monate lang jeweils einen Monat auf MS „ARGO“ der Argo-Reederei in Bremen zwischen Bremen und Finnland in fahrplanmäßigem Liniendienst wöchentlich hin und her. „Wir waren mit vier Mann in der Maschine und wechselten uns so ab, dass wir jede zweite Woche in Bremen zum Landgang frei hatten. Das war angenehmes Fahren!“ Nach den acht Monaten wurde das Schiff verkauft.

Für die Reederei Wandel & Co. fuhr Albert 1981/82 auf MS „CAP PALMAS“ sieben Monate lang mit Sammeltransporten und vielen Liegezeiten nach Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Französisch- und Britisch-Guayana. Auf MS „SANTA ELENA“ derselben Reederei fuhr er danach in jeweils gut fünf Monaten zweimal um den Erdball: Hamburg, Rotterdam, Hull/England, Dünkirchen, Le Havre, Atlantik, Panamakanal, Südsee mit Papete/Tahiti, Nukualuva / Tonga, Apea / Westsamoa, Numea / Neu-Kaledonien, Santo / Neue Hebriden. „Die ganze Südseereise war wunderbar. Wir unternahmen schöne Ausflüge. Zwischen den Korallenriffen lagen teilweisen noch mit Algen und Moos überwachsene Waffen aus dem 2. Weltkrieg, die die Japaner und Amerikaner zurückgelassen hatten: Panzer, Geschütze, Gewehre. Wir besichtigten die bekannten mysteriösen Holzfiguren, die auf einigen Inseln anzutreffen sind. Man konnte Masken, Schwerter und Schnitzereien kaufen. Ich habe viele solcher Souvenirs gesammelt und bei meiner Schwester in Österreich aufbewahrt. In Papua-Neu-Guinea liefen wir die Häfen Madang und Rabaul an. In Lae lagen wir lange und lernten einen dort ansässigen Deutschen kennen, mit dessen Motoryacht wir wunderschöne Ausflugsfahrten unternahmen oder zum Fischen fuhren. Auf den Philippinen luden wir Holz. Über Singapur ging es zum Suezkanal. Dort lagen wir zwei Tage und nutzten die Zeit, um die ägyptischen Pyramiden zu besichtigen. Nach den zwei Reisen wurde das Schiff nach Samoa ausgeflaggt und von der Hamburg-Süd-Reederei in der Südsee als Ausbildungschiff eingesetzt.

Es folgten 1983 Trips auf Bananenjägern der Horn-Linie unter Liberia-Flagge: „HORNBAY“ und „HORNCAP“. Man brachte Autos von Europa nach Guadelupe / Martinique oder Porto Lemon / Costa Rica und fuhr zurück mit Bananen.

Vermittelt von der Firma Seetrans fuhr Albert dann bei der Reederei Project Carrier auf dem Schwergutschiff „PROJEKT ARABIA“ gut sechs Monate zunächst von Irland nach Canada - Große Seen mit Milchpulver als Gelegenheitsfracht. „Dabei konnte ich mir noch einmal die Niagarafälle anschauen. Von Nordamerika fuhren wir mit Förderband-Anlagen für Hafenbauarbeiten nach Kolumbien. Wir haben selber geladen und gelöscht. Wegen der Terroristengefahr durften wir in Kolumbien trotz der zweiwöchigen Liegezeit keine Ausflüge unternehmen, sondern nur am Strand liegen und baden. Dann fuhren wir leer durch den Panamakanal nach Long Beach, wo wir bunkerten und holten anschließend in San Francisco und Vancouver Anlagen und Maschinenteile für Dairan in China. Dort lagen wir bei minus 30° C zwei Wochen auf Reede und eine Woche im Hafen. Wir besuchten das chinesische Seemannsheim. Die günstigen Einkaufsmöglichkeiten nutzte ich zu Beschaffung einer kompletten Säuglingsausstattung, denn mir stand unmittelbar bevor, Vater zu werden. Anschließend fuhren wir nach Japan. In Hiroshima besichtigten wir den Friedenspark, in dem an die Atombombenkatastrophe von 1945 erinnert wird.“ In Singapur wurde Albert abgelöst und flog nach Hamburg, wo er noch rechtzeitig zur Geburt seiner Tochter eintraf, die am 15. Mai 1985 zur Welt kam. 1984 hatte er in Hamburg eine Portugiesin kennen gelernt, mit der er zusammen wohnte. Am 20. Juni ging er in Italien wieder auf die „PROJEKT ARABIA“ zurück und musste bereits nach einem Tag von Bord und nach Hause fliegen, weil er sich eine Große Zehe gebrochen hatte und sechs Wochen mit einen Gehgips aussetzen musste.

Ab August 1985 fuhr er mit der „ST. MAGNUS“ über Neapel durch den Suez nach Kuwait. Im Persischen Golf kam es damals während des Krieges zwischen Iran und Irak des öfteren zu Übergriffen auf die Schifffahrt. „Am 11. Oktober abends um 23.29 Uhr gab es plötzlich einen unheimlichen Knall an Bord. Erst langsam wurde uns klar, dass wir das Ziel eines Luftangriffes waren. Später kam uns zu Ohren, dass der Pilot gemeldet hatte: „Größeres Seeziel mit Erfolg abgeschossen.“ Die Flugzeugrakete hatte zehn Meter hinter den Aufbauten ein 90 qm großes Loch gerissen. Wir gingen sofort ins Rettungsboot. Niemand von der Besatzung war verletzt. Als wir sahen, dass das Schiff sich hielt, kehrten wir an Bord zurück und machten es soweit klar, dass wir mit eigener Kraft nach Bahrain einlaufen konnten. Koreanische Arbeiter dichteten die vielen kleinen Lecks in der Bordwand ab. Im Hafen lagen elf weitere kriegsbeschädigte Schiffe. Uns wurde von der Reederei freigestellt, ob wir an Bord bleiben wollten. Ich entschied mich nach dem Schock doch lieber für die Ablösung, flog am 28. Oktober nach Hause und fand dort bereits die Mitteilung meiner Entlassung vor. Nach Ablauf meines Urlaubs meldete ich mich arbeitslos.“

Ab April 1986 arbeitete Albert sechs Monate lang bei der Atlantic-Reederei auf einem kleinen Tanker. Das Schiff verkehrte laufend zwischen Europa und Afrika. Von einem kleinen Hafen bei Dakar im Senegal holte man beispielsweise Erdnussöl. Als das Schiff nach einem Werftaufenthalt nach Antigua ausgeflaggt wurde, war für Albert kein Platz mehr an Bord. Da die Chancen als Motorenwart für ihn immer schlechter wurden, machte er in Hamburg eine sechsmonatige Fachausbildung zum Schiffsmechaniker und erwarb den Feuerschutz- und Bootsschein.

Bei der Reederei Chemtrans machte er dann 1987/88 zwei Reisen von je gut fünf Monaten auf dem Multi-Carrier „WESTERN GALANTRY“. „Wir konnte mit diesem Spezialschiff alles transportieren: Flüssig- oder Trockenladung, Stückgut oder Container.“ In Frankreich wurde Viehfutter für Djidda an der saudischen Rotsee-Küste geladen und da Benzin für Melbourne / Australien. Von dort brachte man einen Spezialbrennstoff als Heizladung, die immer auf 60° C gehalten werden musste, nach San Diego / Kalifornien. Auf der anschließenden Leerfahrt nach Chile wurden die Laderäume in aller Ruhe gründlich gereinigt. Von Chile holte das Schiff via Panamakanal Holz für Schweden. Dort stieg Albert zum Urlaub aus und anschließend in Melbourne wieder ein. Es ging mit Brennstoff nach Long Beach und Los Angeles. In San Francisco lag die „WESTERN GALANTRY“ einen Monat auf Reede und wartete auf neue Order. Mit Containern und Getreide-Bulk-Ladung ging es dann nach Korea. Das Schiff lag da drei Wochen zum Löschen und weitere zehn Tage wartend, bis es nach Japan ging, wo Albert abgelöst wurde und nach Hamburg flog. Nach dem Urlaub war er noch zwei Monate arbeitslos.

Dann bekam er im März 1989 bei Ernst Russ einen Job auf MS „EAGLE COMET“. Von Singapur ging es nach Bangkok / Thailand, Taiwan und zu den Philippinen, wo das Schiff längere Zeit im Feeder-Service im Kreis fuhr. Im August ging er von Bord und verbrachte zusammen mit seiner Lebensgefährtin einen Urlaub in Portugal. Ein halbes Jahr hatte er anschließend mit einem Zeitvertrag einen Landjob als Hafenarbeiter bei Carl Wiedemann in Hamburg.

1990 fuhr Albert 7 ½ Monate auf dem ausgeflaggten Motorschiff „EAGLE NOVA“ mit überwiegend philippinisher Besatzung, zwei Holländern und zwei Deutschen zwischen Pakistan, Indien (Madras, Bombay) und Arabischen Emiraten im Persischen Golf hin und her. Die Heuern wurden in Schweizer Franken berechnet. 1991 vermittelte ihm das Arbeitsamt eine Stelle als Schiffsmechaniker auf dem Schwergutschiff „REGINE“. Im Juli stieg er in Rendsburg in der Werft ein. Über Rotterdam, Antwerpen, Piräus, durch den Suezkanal ging es nach Dubai, Kuwait, Madras, Bombay und zurück nach Akaba / Jordanien und leer zurück nach Europa. Nach knapp vier Monaten wurde er abgelöst.

Nach der Heimkehr kam es zum Krach mit der Lebensgefährtin. Man trennte sich und er zog ins Seemannsheim am Krayenkamp. Seit über einem viertel Jahr wartet er auf einen neuen Job. Am liebsten möchte er noch weiterhin zur See fahren. Die Chancen werden jedoch trotz seiner guten Fahrzeiten und beruflichen Qualifikation immer schlechter für ihn. Deshalb überlegte er, ob er, solange er altersmäßig noch dafür in Frage kommt, eine vom Arbeitsamt geförderte Umschulung für Computer-Schiffahrts-Organisation absolvieren sollte. Zwischenzeitig hatte er vor, an der Seefahrtsschule in Cuxhaven ein Maschinisten-Patent zu erwerben. Leider war die Bewerberzahl im letzten Semester so gering, dass der Kursus ausfiel. Es gelang ihm dann eines Tages, einen neuen Dampfer zu finden, der ihm für einige Monate Verdienst garantierte. Nun wartet er wieder auf eine neue Chance. Die wird sich jedoch nur rein zufällig bieten. Solange bezieht er wieder einmal Arbeitslosengeld.

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